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So können Sie spenden:Eine Einzelspende
überweisen Sie auf das Konto Die freie
Kollekte einer Kirchengemeinde überweisen Sie wie die übrigen
Kollekten auf das Konto Ihres zuständigen Regionalverwaltungsverbandes
mit Zweckbestimmung: Sofern keine Pflichtkollekte vorgesehen ist, eignen sich vor allem der Karfreitag und der 10. Sonntag nach Trinitatis (Jerusalem- bzw. Israelsonntag) für eine Kollekte für eines der geförderten Werke. |
Mahn-
und Gedenkstätte
Yad Vaschem, Jerusalem
Neben dem Herzl-Berg in Jerusalem liegt der "Berg des Gedenkens", Har Hasikaron. Wichtige Stationen des weiträumigen Geländes sind die verschiedenen Erinnerungsplätze des Yad Vashem Institutes. Yad Vashem bedeutet "Hand und Name", mahnen und gedenken: Die Toten des Holocaust sollen nicht in Vergessenheit geraten. Deshalb sind die pädagogischen Einrichtungen, die Forschungsabteilungen und die Seminarzentren eine lebendige Wirkungsstätte für Forscher, Lehrer, Soldaten, Schüler und Gäste aus aller Welt.
Mit dem eindrucksvollen "Tal der versunkenen jüdischen Gemeinden in Europa" wird überzeugend der unendliche Verlust an Menschen und geistigen Werten dokumentiert.
Seit Jahren trägt die EKHN mit dazu bei, Forschungsergebnisse deutschen Interessenten zugänglich zu machen.
http://yad-vashem.org.il/education/German/homepage.htm
www.yad-vashem.de
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Haus
Pax
Aktion Sühnezeichen
Friedensdienste (ASF), Jerusalem
Am
Freiwilligenjahr von ASF in Israel nehmen ca 25 Freiwillige, Frauen und
Männer, teil. An dem neu eingeführten "mittelfristigen
Dienst" (3-6 Monate) nehmen acht bis zehn Personen im Alter von 19
bis über 60 Jahren teil. In beiden Programmen werden die Freiwilligen
schwerpunktmäßig in folgenden Bereichen eingesetzt:
Die Rückmeldungen der Freiwilligen bezüglich der Arbeit von ASF in Israel sind durchgehend positiv, sowohl hinsichtlich des Einsatzes in "sinnvollen Tätigkeiten" als auch in der Vorbereitung und Begleitung; hierin hebe sich ASF auch deutlich positiv ab von anderen Organisationen, die Freiwillige nach Israel schicken. Somit bietet ASF für viele junge (und auch ältere!) Menschen nach wie vor eine einmalige Möglichkeit der eigenen ganz praktischen Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte und, speziell in Israel, des Lebens und Arbeitens im jüdischen Staat.
Das Gästehaus von ASF in Israel, das Beit Ben Jehuda in Jerusalem, wird gut frequentiert von Studiengruppen, politischen Jugendgruppen, dem Sommersprachkurs für deutsche Freiwillige anderer Institutionen und auch Austauschprogrammen (z.B. mit deutschen, israelischen und polnischen Jugendlichen und jungen Erwachsenen).
Schließlich gibt es einen Freundeskreis von ASF in Israel, einst vor allem deutsche EinwanderInnen (sog. "Jecken"), heute aber erfreulicherweise auch jüngere Israelis, die ASF als ZeitzeugInnen, GesprächspartnerInnen, aber auch als ganz praktische HelferInnen zur Verfügung stehen.
2008 begeht ASF sein 50-jähriges Jubiläum und 2011 feiert ASF 50 Jahre Freiwilligenarbeit in Israel.
www.beit-ben-yehuda.org
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Seniorentagesstätte
Beit Frankforter
Jerusalem
"Hevenu
schalom alechem" - der fröhliche Gesang und das rhythmische
Klatschen älterer Menschen begrüßt uns, als wir das Beit
Frankforter, eine Altentagesstätte in Jerusalem besuchen. Das Haus
wurde als Tages- und Nachbarschaftszentrum für Seniorinnen und Senioren
begründet und erfreut sich unter den älteren Bewohnern der Umgebung
großer Beliebtheit. Von 6.00 Uhr morgens bis abends um 22.00 Uhr
werden die Menschen hier mit Frühstück und Mittagessen und verschiedenen
Angeboten versorgt. Da gibt es gemeinsame Geburtstagsfeiern und Feste,
Gymnastik- und Tanzkurse, Computer- und Sprachkurse, von denen letztere
gerade für Neueinwandererinnen und Neueinwanderer wichtig sind, die
mit ihren Familien hierher gezogen sind. Ihre kreativen Fähigkeiten
können die älteren Menschen beim Nähen, Sticken, Siebdrucken
und Seidenmalen entfalten. Die dabei produzierten Kunstwerke und die selbstgestrickte
Babykleidung werden im hauseigenen Geschenkeladen weiterverkauft.
Einhundert
ehrenamtlich Tätige gewährleisten eine sensible und auf individuelle
Bedürfnisse eingehende Betreuung, zu der auch eine ärztliche
Grundversorgung durch regelmäßige Sprechstunden gehört.
Das Miteinander der Generationen fördert Beit Frankforter dadurch, dass hier ältere Menschen Schülerinnen und Schülern Nachhilfestunden geben oder ihnen ein Pausenfrühstück zubereiten und manchmal mit ihren Enkeln gemeinsam den Computer erkunden. So bleiben die Senioren in ihrer gewohnten Umgebung und gewinnen zugleich das Gefühl, für das Zusammenleben der Gesellschaft noch einen sinnvollen Beitrag zu leisten.
www.jerusalemfoundation.org/german/article.php?id=282
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Stadtkibbuz
Resheet im Jerusalemer
Vorort Menachem-Ir Ganim
Kiriat
Menachem - Ir Ganim ist ein in den 60-er Jahren entstandener jüdischer
Vorort im westlichen Jerusalem. Er besteht aus siebenstöckigen Wohnblocks,
die jeweils in der 4. Etage durch eine Brücke verbunden sind. Die
einzelnen Wohnblockgruppen waren ursprünglich durch Mauern getrennt.
So entstanden abgeschlossene Innenhöfe. Etwa 14.000 Menschen leben
hier. Die ursprüngliche Bevölkerung stammte aus Nordafrika.
Es waren Juden, die in den Flüchtlingslagern übriggeblieben
waren und nun zwangsweise angesiedelt werden mussten. Der soziale Sprengstoff
in diesem Viertel wuchs in den Jahren so alarmierend, dass beinahe alle
städtischen Dienste eingestellt werden mussten. Mafianetzwerke herrschten
in Ir Ganim und terrorisierten das Leben der Bewohner. Drogen, Alkohol,
Kriminalität, riesige Arbeitslosigkeit, unglaublicher Schmutz bestimmten
das Bild. Flucht aus dem Wohnviertel und tiefe Hoffnungslosigkeit kennzeichneten
den Alltag. Da entstand der Stadtkibbuz Resheet. Ca. 20 Familien aus religiösen
Kibbuzim zogen in das verwahrloste Viertel, um es wieder bewohnbar und
liebenswert zu machen.
Nach
10 Jahren Arbeit der Kibbuzleute sieht Ir Ganim heute so aus: Saubere
Höfe, Rasenflächen, blühende Blumen, freier Zugang zu allen
Höfen, regelmäßige städtische Dienste. Der Kibbuz
unterhält einen religiösen, jüdischen Kindergarten und
in einem Schulversuch werden Kinder auf die Grundschule vorbereitet. Ein
Gewächshaus für Heilpflanzen, Jugendtreffs und Familienbesuche
ergänzen das Programm. Man ist wieder stolz in Ir Ganim zu wohnen!
www.jerusalemfoundation.org/german/article.php?id=240
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Leo-Baeck-Erziehungs-Zentrum (LBEZ)
Aus
einem 1938 gegründeten kleinen Kindergarten entwickelte sich das
LBEZ zu einer der ersten Institutionen des Progressiven Judentums in Israel.
Es hat seine Wurzeln in der jüdischen Tradition der sozialen Gerechtigkeit.
Heute umfasst das LBEZ eine Mittelstufe und eine gymnasiale Oberstufe
mit mehr als 1.600 Schülern, die "Ohel-Avraham" Synagoge,
ein Kinderbetreuungszentrum mit 100 Vorschulkindern, ein Gemeindezentrum,
das eine Vielzahl von sozialen Programmen anbietet, ein Sportzentrum und
die Internationale Akademie für Jüdische Studien. Alle Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter fühlen sich der Philosophie des Mannes verpflichtet,
dessen Namen das Zentrum trägt: Rabbiner Dr. Leo Baeck. Das LBEZ
hat eine zweite europäische Wurzel: das Philanthropin zu Frankfurt
am Main. In diesem Sinne praktiziert auch das LBEZ in seiner Arbeit eine
Synthese von Tradition und modernem Wissen, wobei das begleitende, zur
sozialen Verantwortung erziehende Engagement immer einen wesentlichen
Stellenwert einnimmt. Diese Tradition und Philosophie hat das Bestreben,
den Schülern humanistische Werte zu vermitteln, die sie zu engagierten
Bürgerinnen und Brügern erziehen sollen.
Im Rahmen dieser Arbeit fördert die EKHN Stadtteilarbeit (jüdisch-arabischer Kindergarten und jüdisch-arabische Jugendprojekte) und die alljährlichen Ferienspiele mit arabischen und jüdischen Kindern.
Kinderheim Neve Hanna, Kiriat Gat
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Neve Hanna, d.h. Oase der Hanna in Erinnerung an die Gründerin des Heimes, Hannah Kaphlan, ist ein jüdisches Kinderheim im Süden Israels, das 1974 entstand. Es liegt am Rande der aufstrebenden Entwicklungsstadt Kiriat Gat. Die verschiedenen Gebäude von Neve Hanna grenzen direkt an Wohnviertel der Stadt, haben gepflegte Gärten um sich. Ein kleiner Zoo gehört zum Heim, ein Sportplatz und autofreier Bewegungsraum im Gelände. Etwa 50 jüdische Kinder im Alter von 6-18 Jahren leben in familienähnlichen Gruppen, betreut von je einer Hausmutter, einem Erzieher und Freiwilligen aus Israel und aus dem Ausland, vorwiegend aus Deutschland. Die Kinder stammen aus sozial gestörten Familien. Der Staat Israel trägt ca. 70 % der Unterhaltskosten. Die von Neve Hanna betreuten Kinder besuchen die öffentlichen Schulen in Kiriat Gat, erhalten aber im Heim intensive Nachhilfe. Die Wohnungen der Gruppen (immer 12-14 Kinder aller Altersstufen) sind geschmackvoll und jugendgemäß eingerichtet. Die Leitung des Hauses bietet sehr viele Fortbildungsmöglichkeiten für die Kinder an. Es gibt seit vielen Jahren einen sehr guten Kontakt zu der arabisch-beduinischen Stadt Rahat. Dies führte vor einigen Jahren zur Gründung eines jüdisch-arabischen Kinderhortes, der zur Hälfte von Kindern aus Beduinenfamilien in Rahat und zur Hälfte von jüdischen Kindern aus Kiriat Gat besucht wird. |
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Isha L`Isha (Frauen für Frauen), Haifa
Das
Isha L`Isha Haifa Feminist Center (ILI) wurde 1983 von engagierten Frauen
gegründet. Die Arbeit von ILI lässt sich derzeit auf folgende
vier inhaltliche Schwerpunkte zusammenfassen:
Hilfe zur Selbsthilfe für sozial benachteiligte und in Armut lebende Frauen: Es gibt Fördergruppen, in denen die betroffenen Frauen von ILI-Mitarbeiterinnen hinsichtlich Arbeitsplatzsuche, Bewerbungen und Wohnungssuche gecoacht werden. Außerdem bietet ILI eine Rechtsberatung für die betroffenen Frauen an.
Umsetzung der UN-Resolution 1325: Diese Resolution sieht vor, dass bei allen politischen Konfliktlösungen die Rechte von Frauen und Opfern sexistischer Gewalt in angemessener Weise berücksichtigt werden. ILI setzt sich dafür ein, dass in allen Verhandlungen Frauen vertreten sind, die sich für Frauenrechte einsetzen. Außerdem bietet ILI Seminare und Workshops zu diesem Themenbereich an.
Engagement
gegen Frauenhandel: Dieses Arbeitsfeld nimmt derzeit den größten
Raum rein. Es umfasst Opferberatung, Unterstützung für Prostituierte
(aller Nationalitäten) in Haifa, Seminare und Workshops für
PolizistInnen und SozialarbeiterInnen und Aufklärungsarbeit gegen
käuflichen Sex im Internet. ILI arbeitet in diesem Themenfeld auch
mit ausländischen Nichtregierungsorganisationen (NGO) innerhalb eines
multinationalen Projektes gegen Frauenhandel zusammen.
Beratungs- und Aufklärungsarbeit zum möglichen Eizellenhandel: Sollte ein entsprechendes Gesetz, das die Entnahme von und den Handel mit Eizellen erlauben würde, von der Knesset (dem israelischen Parlament) beschlossen werden, so möchte ILI zukünftig dazu ein kritisches Bewusstsein in der Öffentlichkeit schaffen und betroffene Frauen beraten. Es werden sehr wahrscheinlich besonders arme Frauen sein, die sich, um Geld zu bekommen, mit dem Gedanken der Eizellenspende befassen werden. Die psychischen und physischen Risiken für die Frauen eines solchen Eingriffes sind allerdings kaum bekannt.
Abgesehen von diesen Arbeitsschwerpunkten verfügt ILI über eine Hotline, über die hilfsbedürftige Frauen, auch Opfer sexueller Gewalt, jederzeit Hilfe und Vermittlung zu Frauenhäusern finden können. Schließlich gibt ILI seit 20 Jahren die "einzige feministische Zeitung" für ganz Israel heraus.
www.isha.org.il
www.coalitionofwomen.org
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Trust
of Programs
for Early Childhood,
Family and Community Education
Der
"Trust of Programs for Early Childhood, Family and Community Education"
wurde 1984 in Jerusalem gegründet. Ausgangspunkt waren fehlende Bildungs-
und Erziehungsprogramme für Kinder in palästinensischen Gemeinden,
deren Familien häufig in ungesicherten ökonomischen Verhältnissen
lebten und noch leben. Begonnen wurde mit dem Training halbprofessioneller
Erziehungshelferinnen, mit dem Aufbau von Community-Zentren, sowie mit
Kursen zur Ausbildung von "Community Leaders". Die verschiedenen
Programme des Trust hatten immer zum Ziel, aus der Aktivierung von Kindern,
Jugendlichen und Müttern einen Gemeinwesenansatz zu entwickeln. Heute
liegen die Schwerpunkte der Arbeit in Ramle bei Tel Aviv, im nördlichen
Negev und in Galiläa. Ein Projekt zur Integration von Minderheiten
wird auch in Deutschland durchgeführt.
In einem Gespräch mit dem langjährigen Leiter des Programms, Farid Abu Gosh, schälte sich ein Projekt heraus, das aus Mitteln des Arbeitskreises gefördert werden kann: In dem Krankenhaus Asaf HaRofe zwischen Ramle und Tel Aviv ist eine Informationsbroschüre auf Hebräisch für werdende Mütter und für Mütter von Neugeborenen erarbeitet worden. Diese Broschüre muss dringend auch für arabische Mütter zugänglich gemacht werden. Hierzu ist eine Übertragung ins Arabische nötig, die mehr ist als eine Übersetzung. Berücksichtigt werden müssen die gesellschaftlichen Verschiedenheiten, die kulturellen Traditionen und auch das Rollenverständnis der Mütter.
www.trust-programs.org
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"Wir
könnten mit einer Mädchen-Fußballmannschaft die arabischen
Mädchen in Akko aus der Spirale der Gewalt herausholen" - so
begründet Achmed Swaed , Mitarbeiter des Akko Community Center das
neueste Projekt seiner Einrichtung, die sich eine nachhaltige Sozialarbeit
und die Verständigung zwischen den jüdischen und arabischen
Einwohnern der israelischen Hafenstadt zum Ziel gesetzt hat. Auch im von
zunehmender Jugendkriminalität betroffenen Akko kann so der Fußball
als Medium sozialer Anerkennung und gegenseitiger Respektierung dienen.
Mit einer bereits existierenden Jungen-Fußball-Mannschaft hat der
Sozialarbeiter entsprechende Erfahrungen gesammelt.
Daneben
fördert die in der Altstadt gelegene Einrichtung besonders Kinder
durch ihren Kindergarten und das Angebot von Computerkursen sowie junge
Frauen durch Lese- und Rechtschreibkurse und schulische Weiterqualifikation.
In einem von der Stadt zur Verfügung gestellten Gebäude soll
nun ein Frauenzentrum entstehen, da junge Frauen noch immer zu wenig gefördert
und von ihren Männern bei der Erziehung der Kinder nicht ausreichend
unterstützt werden. "Dazu brauchen wir allerdings noch viel
Geld!" erklärt Swa'ed bei der Besichtigung des alten, aber eben
auch renovierungsbedürftigen Gebäudes, das mitten in der Altstadt
liegt.
Als aktuelles Beispiel jüdisch-arabischer Verständigungsprojekte nennt er eine Friedens-Fahrt per Fahrrad, die arabische und jüdische Einwohner Akkos nach Rosch-ha-Niqra an der libanesischen Grenze unternahmen. Dabei trugen sie libanesische und syrische Fahnen bei sich, um die Notwendigkeit eines Friedens mit diesen Nachbarstaaten Israels auszudrücken.
www.matnasim.org.il
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Neve
Shalom/Wahat al-Salam
Arabisch-jüdisches Friedensdorf
bei Latrun
Das
Dorf Neve Shalom/Wahat al-Salam wurde 1970 durch den vom Judentum zum
katholischen Glauben konvertierten Dominikanerpater Bruno Hussar gegründet,
um den Friedensprozess in Palästina durch die persönliche Begegnung
von Arabern und Juden zu fördern. In Neve Shalom wohnen arabische
und jüdische Familien zusammen und setzen sich miteinander für
Gleichberechtigung und Verständigung zwischen beiden Völkern
ein. Das "Haus der Stille" steht allen Bewohnern offen und ist
der spirituelle Mittelpunkt der Dorfgemeinschaft.
1979 wurde eine zweisprachige Grundschule mit Kindergarten und Mittelstufe gegründet, die Kindern aus dem Dorf und umliegenden Regionen beide Kulturen und deren Wertschätzung vermittelt. Die "Friedensschule", eine überregionale Bildungsstätte, führt arabische und jüdische Jugendliche und Erwachsene aus Israel in Seminaren und Kursen zu Begegnung und Verständigung zusammen.
Zusätzlich
bietet das neue "Pluralistische Spirituelle Zentrum" interreligiöse
Seminare und Programme für Interessierte aus dem ganzen Land an.
Ziel des Studienzentrums ist die qualifizierte Begegnung und ein offener
Dialog zwischen Vertreterinnen und Vertretern der verschiedenen Religionen,
nicht nur deren offiziellen Repräsentanten. Barbara Meyer, die im
Organisationsteam das Christentum vertritt, plant und begleitet die Programme,
die unter anderem auch aus Mitteln der EKHN gefördert werden.
www.nswas.com
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Interfaith Association, Jerusalem
Die
Israel Interfaith Association (IIA) ist in den 50er Jahren in Jerusalem
gegründet worden. Den Namen "Interfaith" führte die
Organisation von Gründerzeit an. Damit soll zum Ausdruck gebracht
werden, dass der Gesellschaft die Belange aller in Israel vertretenen
Religionsgemeinschaften am Herzen liegen.
In einem Land, in dem die Religion eine wichtige Rolle spielt und häufig eher ein Störfaktor als eine Brücke des Ausgleichs ist, war und ist es wichtig, auf den versöhnenden Charakter in den drei großen monotheistischen Religionen des Landes, Judentum, Christentum und Islam, hinzuweisen und für den Frieden in Israel und der Region einzutreten. Wenn auch die inländische Arbeit den wichtigsten Teil der Arbeit ausmacht, so wurden auch Kontakte zu Ägypten, Jordanien und den Palästinensischen Autonomiegebieten geknüpft.
Die Haupttätigkeit der IIA sind Veranstaltungen von Vorträgen, aber auch Exkursionen, Wochenend-Seminare und Workshops. All dies dient dazu, ein besseres Verständnis für den "Anderen" zu vermitteln und den Boden für ein friedliches Nebeneinander der Religionsgemeinschaften und der Bürger der Region vorzubereiten.
www.israel-interfaith.co.il
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Hospiz
im Hospital St.Louis,
Jerusalem
"Das
Zusammenleben von Christen, Juden und Muslimen - das ist für uns
ganz selbstverständlich", sagt die Schwester und Verwaltungschefin
Monika Düllmann, während sie ein Krankenzimmer im altehrwürdigen
französischen Hospital Saint Louis in Jerusalem zeigt. Hier liegen
drei Menschen aus jeweils einer der drei genannten Religionen in einem
Raum, so dass auf einem Nachttisch eine Fatima-Madonna steht, ein Patient
einen Koran neben dem Bett liegen hat und der dritte Patient eine Kippa,
die Kopfbedeckung jüdischer Gläubiger, auf dem Kopf trägt.
"Wir sind ein Krankenhaus auf der Grenze", erläutert Schwester
Monika die Besonderheiten des Hauses, das auf der Grenze zwischen West-
und Ost-Jerusalem liegt und so Juden, Christen, Muslime, Europäer,
Israelis und Palästinenser unter einem Dach vereint. Auf der Grenze
leben auch die fünfzig Patienten, die im Hospiz als Menschen mit
chronischen-, Krebs- oder Aidserkrankungen im Endstadium betreut werden.
Sie werden während ihrer letzten Lebensphase einfühlsam und
behutsam gepflegt und erfahren damit eine medizinische und menschliche
Betreuung in Achtung ihrer Menschenwürde.
Dass
das Krankenhaus in die Jahre gekommen ist, zeigt sich beim nur noch selten
genutzten Aufzug. Der muss dringend renoviert werden, weil er schon mehrfach
stecken blieb. Mit Tatendrang und unverwüstlicher Glaubenszuversicht
wird Schwester Monika mit ihrem Team auch diese Aufgabe meistern. Ohne
den Idealismus von fünfundzwanzig Volontären aus Europa und
Übersee, sieben Allgemein-Ärzten, einem Chefarzt und fünfundzwanzig
angestellten Pflegekräften könnte das Haus nicht die friedliche
Oase auf der Grenze von politischen und religiösen Konflikten sein,
die es offensichtlich ist.
Siedlung
Nes Ammim
bei Nahariya
1961
von holländischen Christen gegründet, liegt die christliche
Gemeinschaftssiedlung südöstlich der Stadt Nahariya im Norden
Israels. Nach den Schrecken des Nationalsozialismus leistet Nes Ammim
aktive Versöhnungsarbeit zwischen Christen und Juden, um damit Zeichen
der Solidarität zu setzen und neue Beziehungen zu ermöglichen.
Die Siedlung umfasst ein Gäste- und Tagungshaus, in dem Studienprogramme über Judentum und jüdisch-christliche Beziehungen, den Holocaust und den Nahostkonflikt angeboten werden. Internationale Freiwillige verschiedenen Alters können an diesem Studienprogrammen teilnehmen und tragen während ihres meist einjährigen Aufenthalts durch ihre Mitarbeit zum Erhalt der Siedlung bei. Die Studienprogramme werden von der EKHN gefördert.
Das
Gästehaus wird aber auch in hohem Maße als Tagungshaus von
Israelis belegt, bei umstrittenen Themen auch als "neutraler"
Ort, an dem man sich begegnen und austauschen kann. Ebenso wird Nes Ammim
inzwischen auch von vielen Touristen als Übernachtungsmöglichkeit
genutzt. Die daraus resultierenden Einnahmen tragen zum Erhalt der Siedlung
bei, nachdem in den vergangenen Jahren bereits der Landwirtschaftsbetrieb
und eine Schreinerei aus finanziellen Gründen aufgegeben werden mussten.
www.nesammim.de
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Studium
in Israel e.V.
Ein Studienjahr an der Hebräischen Universität Jerusalem
Dr.
Martin Vahrenhorst ist seit Februar 2007 Studienleiter
von "Studium in Israel" (SiI) in Jerusalem. Diese Studienleiterstelle
ist eine EKD-Auslandspfarrstelle, die zu 75% "Studium in Israel"
zugeordnet ist und zu 25% dem Deutschen Archäologischen Institut
in Jerusalem. Die restlichen 25% für SiI werden durch Pfarrerin Ulrike
Wohlrab abgedeckt, die die Pfarrstelle der Pilgerseelsorge im "Evangelischen
Pilger- und Begegnungszentrum der Kaiserin-Auguste-Viktoria-Stiftung auf
dem Ölberg betreut. Ein "Teamforming"-Prozess mit den anderen
EKD-Pfarrämtern ist erforderlich und wird, laut Martin Vahrenhorst,
sehr erfolgreich durchgeführt.
Der
aktuelle Studienjahrgang von "Studium in Israel" umfasst neun
Teilnehmende (darunter auch eine Ordensfrau aus Tschechien). 20 Bewerbungen
lagen vor, die aber nicht alle berücksichtigt werden konnten, da
nicht bei allen die nötigen Sprachvoraussetzungen gegeben waren.
Das Swedish Theological Institute ist abgesehen von Raumknappheit ein
sehr guter Treffpunkt und zentrale Anlaufstation für die Studierenden,
auch wenn die Bibliothek von "Studium in Israel" noch nicht
vollständig dahin umgezogen ist.
Vom bisherigen Verlauf des Studienjahres sind die Studierenden sehr angetan, auch vom Begleitprogramm, das als neues Element auch eine Kooperation mit dem (reformiert-jüdischen) Hebrew Union College in Jerusalem aufweist.
Auch das 14-tägige Fortbildungsprogramm "Studium in Israel-Zwei" für PfarrerInnen und LehrerInnen in Jerusalem kann Erfolge aufweisen: An dem Kurs "Rabbinat und Pfarramt" nahmen 15 Personen teil, bei "Jüdischem Lernen" (LehrerInnenausbildung, Schulsystem) acht Personen.
Als Fortbildungskurse sind weiterhin geplant:
"Jesu Tod und Auferstehung predigen" (vor der Karwoche und Ostern)
"Studium in Israel light" (vornehmlich Talmudstudien)
"Sünde, Sühne und Vergebung" (um Jom Kippur)
www.studium-in-israel.de
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Internationaler
Rat der Christen und Juden / Martin-Buber-Haus,
Heppenheim
Die
regionale Bildungsarbeit des Martin-Buber-Hauses in Südhessen führt
regelmäßige Veranstaltungen im Bereich der interreligiösen
Versöhnung und Verständigung durch. Dabei liegt der Schwerpunkt
auf dem christlich-jüdischen Dialog sowie auf dem "abrahamischen"
Gespräch zwischen Juden, Christen und Muslimen. So wurden beispielsweise
mehrere Veranstaltungen zum Thema "Stellung der Frau im Judentum
und im Islam" durchgeführt, die zugleich auch Begegnungen mit
Jüdinnen und islamischen Frauen ermöglichten.
Das Martin-Buber-Haus arbeitet mit benachbarten Gedenkinitiativen zusammen und hat mit ihnen einen Arbeitskreis "Jüdische Gedenkstätten an der Bergstraße" gegründet. Dieser Arbeitskreis verantwortet gemeinsame Veranstaltungen zur Begegnung mit jüdischen Traditionen.
Im
Martin-Buber-Haus ist eine Ausstellung über
Leben und Wirken Martin Bubers zu sehen, die von Hans-Georg Vorndran
entwickelt und vom Arbeitskreis Kirche und Israel finanziell gefördert
wurde. Zu dieser Ausstellung ist ein Katalog als Sonderausgabe des Materialdienstes
des Arbeitskreises Kirche und Israel erhältlich.
www.martin-buber-haus.de
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Christlich-jüdische Aktivitäten in der EKHN über den Arbeitskreis Kirche und Israel
Der
Evangelische Arbeitskreis Kirche und Israel in Hessen und Nassau sieht
seine Aufgabe darin, theologische Ergebnisse im christlich-jüdischen
Dialog zu erzielen und wirksam werden zu lassen in der praktischen Verkündigung,
in der Gemeindearbeit und im Unterricht.
Aktivitäten:
Robert-Schneider-Str. 13a, 64289 Darmstadt Tel 06151-423900 Fax 06151-424111 email |
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