Projektförderung

Durch Spenden und aus Kollektenmitteln fördert der Evangelische Arbeitskreis Kirche und Israel in Hessen und Nassau Projekte innerhalb und außerhalb Israels.

Auskunft über die einzelnen Projekte erteilt:

Pfarrer i.R. Ulrich Schwemer,
Kiliansweg 1, 64720 Michelstadt
Tel 06061-967705
email

AKKI-Jahresprojekt 2011/2012: Rabbiner für Menschenrechte

Informieren Sie sich über die von uns geförderten Projekte auf dieser Homepage oder laden Sie sich die Broschüre "Oasen der Hoffnung" als pdf-Datei herunter.

Gedenken

Jüdische Sozialarbeit

Jüdisch-arabische Sozialarbeit

Arabische Sozialarbeit

Interreligiöse Arbeit

Christliche Begegnung
mit dem Judentum


So können Sie spenden:

Eine Einzelspende überweisen Sie auf das Konto
Ev. Regionalverwaltungsverband Starkenburg-West, Gernsheim, Kreissparkasse Groß-Gerau Kto 300 65 09 BLZ 508 525 53
Zweck: Ev. Arbeitskreis Kirche und Israel in Hessen und Nassau + Gefördertes Projekt

Die freie Kollekte einer Kirchengemeinde überweisen Sie wie die übrigen Kollekten auf das Konto Ihres zuständigen Regionalverwaltungsverbandes mit Zweckbestimmung:
Ev. Arbeitskreis Kirche und Israel in Hessen und Nassau + Gefördertes Projekt

Sofern keine Pflichtkollekte vorgesehen ist, eignen sich vor allem der Karfreitag und der 10. Sonntag nach Trinitatis (Jerusalem- bzw. Israelsonntag) für eine Kollekte für eines der geförderten Werke.



Mahn- und Gedenkstätte
Yad Vaschem, JerusalemBesucher im Tal der untergegangenen Gemeinden.

Neben dem Herzl-Berg in Jerusalem liegt der "Berg des Gedenkens", Har Hasikaron. Wichtige Stationen des weiträumigen Geländes sind die verschiedenen Erinnerungsplätze des Yad Vashem Institutes. Yad Vashem bedeutet "Hand und Name", mahnen und gedenken: Die Toten des Holocaust sollen nicht in Vergessenheit geraten. Deshalb sind die pädagogischen Einrichtungen, die Forschungsabteilungen und die Seminarzentren eine lebendige Wirkungsstätte für Forscher, Lehrer, Soldaten, Schüler und Gäste aus aller Welt.

Mit dem eindrucksvollen "Tal der versunkenen jüdischen Gemeinden in Europa" wird überzeugend der unendliche Verlust an Menschen und geistigen Werten dokumentiert.

Seit Jahren trägt die EKHN mit dazu bei, Forschungsergebnisse deutschen Interessenten zugänglich zu machen.

 

http://yad-vashem.org.il/education/German/homepage.htm
www.yad-vashem.de

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Haus Pax
Aktion Sühnezeichen
Friedensdienste (ASF), Jerusalem

Jugendliche auf der Terrasse zwischen dem alten Beit Ben Jehuda und dem neuen Gästehaus.Am Freiwilligenjahr von ASF in Israel nehmen ca 25 Freiwillige, Frauen und Männer, teil. An dem neu eingeführten "mittelfristigen Dienst" (3-6 Monate) nehmen acht bis zehn Personen im Alter von 19 bis über 60 Jahren teil. In beiden Programmen werden die Freiwilligen schwerpunktmäßig in folgenden Bereichen eingesetzt:

  • Arbeit mit Shoa-Überlebenden
  • Arbeitsfelder im Bereich jüdisch-arabischer Coexistenz
  • Arbeit mit behinderten Kindern und Jugendlichen
  • Gedenkstätten

Die Rückmeldungen der Freiwilligen bezüglich der Arbeit von ASF in Israel sind durchgehend positiv, sowohl hinsichtlich des Einsatzes in "sinnvollen Tätigkeiten" als auch in der Vorbereitung und Begleitung; hierin hebe sich ASF auch deutlich positiv ab von anderen Organisationen, die Freiwillige nach Israel schicken. Somit bietet ASF für viele junge (und auch ältere!) Menschen nach wie vor eine einmalige Möglichkeit der eigenen ganz praktischen Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte und, speziell in Israel, des Lebens und Arbeitens im jüdischen Staat.

Das Gästehaus von ASF in Israel, das Beit Ben Jehuda in Jerusalem, wird gut frequentiert von Studiengruppen, politischen Jugendgruppen, dem Sommersprachkurs für deutsche Freiwillige anderer Institutionen und auch Austauschprogrammen (z.B. mit deutschen, israelischen und polnischen Jugendlichen und jungen Erwachsenen).

Schließlich gibt es einen Freundeskreis von ASF in Israel, einst vor allem deutsche EinwanderInnen (sog. "Jecken"), heute aber erfreulicherweise auch jüngere Israelis, die ASF als ZeitzeugInnen, GesprächspartnerInnen, aber auch als ganz praktische HelferInnen zur Verfügung stehen.

2008 begeht ASF sein 50-jähriges Jubiläum und 2011 feiert ASF 50 Jahre Freiwilligenarbeit in Israel.

www.beit-ben-yehuda.org
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Seniorentagesstätte Beit Frankforter
Jerusalem

Gebäude des Frankforter Center in Jerusalem."Hevenu schalom alechem" - der fröhliche Gesang und das rhythmische Klatschen älterer Menschen begrüßt uns, als wir das Beit Frankforter, eine Altentagesstätte in Jerusalem besuchen. Das Haus wurde als Tages- und Nachbarschaftszentrum für Seniorinnen und Senioren begründet und erfreut sich unter den älteren Bewohnern der Umgebung großer Beliebtheit. Von 6.00 Uhr morgens bis abends um 22.00 Uhr werden die Menschen hier mit Frühstück und Mittagessen und verschiedenen Angeboten versorgt. Da gibt es gemeinsame Geburtstagsfeiern und Feste, Gymnastik- und Tanzkurse, Computer- und Sprachkurse, von denen letztere gerade für Neueinwandererinnen und Neueinwanderer wichtig sind, die mit ihren Familien hierher gezogen sind. Ihre kreativen Fähigkeiten können die älteren Menschen beim Nähen, Sticken, Siebdrucken und Seidenmalen entfalten. Die dabei produzierten Kunstwerke und die selbstgestrickte Babykleidung werden im hauseigenen Geschenkeladen weiterverkauft.

Gemeinsames Musizieren in der Seniorentagesstätte.Einhundert ehrenamtlich Tätige gewährleisten eine sensible und auf individuelle Bedürfnisse eingehende Betreuung, zu der auch eine ärztliche Grundversorgung durch regelmäßige Sprechstunden gehört.

Das Miteinander der Generationen fördert Beit Frankforter dadurch, dass hier ältere Menschen Schülerinnen und Schülern Nachhilfestunden geben oder ihnen ein Pausenfrühstück zubereiten und manchmal mit ihren Enkeln gemeinsam den Computer erkunden. So bleiben die Senioren in ihrer gewohnten Umgebung und gewinnen zugleich das Gefühl, für das Zusammenleben der Gesellschaft noch einen sinnvollen Beitrag zu leisten.

www.jerusalemfoundation.org/german/article.php?id=282
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Stadtkibbuz Resheet im Jerusalemer
Vorort Menachem-Ir Ganim

Die Hochhäuser von Kiriat Menachem Ir Ganim.Kiriat Menachem - Ir Ganim ist ein in den 60-er Jahren entstandener jüdischer Vorort im westlichen Jerusalem. Er besteht aus siebenstöckigen Wohnblocks, die jeweils in der 4. Etage durch eine Brücke verbunden sind. Die einzelnen Wohnblockgruppen waren ursprünglich durch Mauern getrennt. So entstanden abgeschlossene Innenhöfe. Etwa 14.000 Menschen leben hier. Die ursprüngliche Bevölkerung stammte aus Nordafrika. Es waren Juden, die in den Flüchtlingslagern übriggeblieben waren und nun zwangsweise angesiedelt werden mussten. Der soziale Sprengstoff in diesem Viertel wuchs in den Jahren so alarmierend, dass beinahe alle städtischen Dienste eingestellt werden mussten. Mafianetzwerke herrschten in Ir Ganim und terrorisierten das Leben der Bewohner. Drogen, Alkohol, Kriminalität, riesige Arbeitslosigkeit, unglaublicher Schmutz bestimmten das Bild. Flucht aus dem Wohnviertel und tiefe Hoffnungslosigkeit kennzeichneten den Alltag. Da entstand der Stadtkibbuz Resheet. Ca. 20 Familien aus religiösen Kibbuzim zogen in das verwahrloste Viertel, um es wieder bewohnbar und liebenswert zu machen.

Jugendliche Bewohner lernen das Kultivieren von Pflanzen.Nach 10 Jahren Arbeit der Kibbuzleute sieht Ir Ganim heute so aus: Saubere Höfe, Rasenflächen, blühende Blumen, freier Zugang zu allen Höfen, regelmäßige städtische Dienste. Der Kibbuz unterhält einen religiösen, jüdischen Kindergarten und in einem Schulversuch werden Kinder auf die Grundschule vorbereitet. Ein Gewächshaus für Heilpflanzen, Jugendtreffs und Familienbesuche ergänzen das Programm. Man ist wieder stolz in Ir Ganim zu wohnen!

 

 

 

www.jerusalemfoundation.org/german/article.php?id=240
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Leo-Baeck-Erziehungs-Zentrum (LBEZ)

Jugendliche bei den Ferienspielen.Aus einem 1938 gegründeten kleinen Kindergarten entwickelte sich das LBEZ zu einer der ersten Institutionen des Progressiven Judentums in Israel. Es hat seine Wurzeln in der jüdischen Tradition der sozialen Gerechtigkeit. Heute umfasst das LBEZ eine Mittelstufe und eine gymnasiale Oberstufe mit mehr als 1.600 Schülern, die "Ohel-Avraham" Synagoge, ein Kinderbetreuungszentrum mit 100 Vorschulkindern, ein Gemeindezentrum, das eine Vielzahl von sozialen Programmen anbietet, ein Sportzentrum und die Internationale Akademie für Jüdische Studien. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fühlen sich der Philosophie des Mannes verpflichtet, dessen Namen das Zentrum trägt: Rabbiner Dr. Leo Baeck. Das LBEZ hat eine zweite europäische Wurzel: das Philanthropin zu Frankfurt am Main. In diesem Sinne praktiziert auch das LBEZ in seiner Arbeit eine Synthese von Tradition und modernem Wissen, wobei das begleitende, zur sozialen Verantwortung erziehende Engagement immer einen wesentlichen Stellenwert einnimmt. Diese Tradition und Philosophie hat das Bestreben, den Schülern humanistische Werte zu vermitteln, die sie zu engagierten Bürgerinnen und Brügern erziehen sollen.

Im Rahmen dieser Arbeit fördert die EKHN Stadtteilarbeit (jüdisch-arabischer Kindergarten und jüdisch-arabische Jugendprojekte) und die alljährlichen Ferienspiele mit arabischen und jüdischen Kindern.

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Kinderheim Neve Hanna, Kiriat Gat

 

Neve Hanna, d.h. Oase der Hanna in Erinnerung an die Gründerin des Heimes, Hannah Kaphlan, ist ein jüdisches Kinderheim im Süden Israels, das 1974 entstand. Es liegt am Rande der aufstrebenden Entwicklungsstadt Kiriat Gat. Die verschiedenen Gebäude von Neve Hanna grenzen direkt an Wohnviertel der Stadt, haben gepflegte Gärten um sich. Ein kleiner Zoo gehört zum Heim, ein Sportplatz und autofreier Bewegungsraum im Gelände. Etwa 50 jüdische Kinder im Alter von 6-18 Jahren leben in familienähnlichen Gruppen, betreut von je einer Hausmutter, einem Erzieher und Freiwilligen aus Israel und aus dem Ausland, vorwiegend aus Deutschland.

Die Kinder stammen aus sozial gestörten Familien. Der Staat Israel trägt ca. 70 % der Unterhaltskosten. Die von Neve Hanna betreuten Kinder besuchen die öffentlichen Schulen in Kiriat Gat, erhalten aber im Heim intensive Nachhilfe. Die Wohnungen der Gruppen (immer 12-14 Kinder aller Altersstufen) sind geschmackvoll und jugendgemäß eingerichtet. Die Leitung des Hauses bietet sehr viele Fortbildungsmöglichkeiten für die Kinder an.

Es gibt seit vielen Jahren einen sehr guten Kontakt zu der arabisch-beduinischen Stadt Rahat. Dies führte vor einigen Jahren zur Gründung eines jüdisch-arabischen Kinderhortes, der zur Hälfte von Kindern aus Beduinenfamilien in Rahat und zur Hälfte von jüdischen Kindern aus Kiriat Gat besucht wird.

Das Kinderheim Neve Hanna.

 

In der hauseigenen Bäckerei.

www.nevehanna.de
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Isha L`Isha (Frauen für Frauen), Haifa

Teilnehmerinnen einer Veranstaltung über illegalen Frauenhandel.Das Isha L`Isha Haifa Feminist Center (ILI) wurde 1983 von engagierten Frauen gegründet. Die Arbeit von ILI lässt sich derzeit auf folgende vier inhaltliche Schwerpunkte zusammenfassen:

Hilfe zur Selbsthilfe für sozial benachteiligte und in Armut lebende Frauen: Es gibt Fördergruppen, in denen die betroffenen Frauen von ILI-Mitarbeiterinnen hinsichtlich Arbeitsplatzsuche, Bewerbungen und Wohnungssuche gecoacht werden. Außerdem bietet ILI eine Rechtsberatung für die betroffenen Frauen an.

Umsetzung der UN-Resolution 1325: Diese Resolution sieht vor, dass bei allen politischen Konfliktlösungen die Rechte von Frauen und Opfern sexistischer Gewalt in angemessener Weise berücksichtigt werden. ILI setzt sich dafür ein, dass in allen Verhandlungen Frauen vertreten sind, die sich für Frauenrechte einsetzen. Außerdem bietet ILI Seminare und Workshops zu diesem Themenbereich an.

Hevda und Khulud erläutern die Arbeit von Isha L'Isha.Engagement gegen Frauenhandel: Dieses Arbeitsfeld nimmt derzeit den größten Raum rein. Es umfasst Opferberatung, Unterstützung für Prostituierte (aller Nationalitäten) in Haifa, Seminare und Workshops für PolizistInnen und SozialarbeiterInnen und Aufklärungsarbeit gegen käuflichen Sex im Internet. ILI arbeitet in diesem Themenfeld auch mit ausländischen Nichtregierungsorganisationen (NGO) innerhalb eines multinationalen Projektes gegen Frauenhandel zusammen.

Beratungs- und Aufklärungsarbeit zum möglichen Eizellenhandel: Sollte ein entsprechendes Gesetz, das die Entnahme von und den Handel mit Eizellen erlauben würde, von der Knesset (dem israelischen Parlament) beschlossen werden, so möchte ILI zukünftig dazu ein kritisches Bewusstsein in der Öffentlichkeit schaffen und betroffene Frauen beraten. Es werden sehr wahrscheinlich besonders arme Frauen sein, die sich, um Geld zu bekommen, mit dem Gedanken der Eizellenspende befassen werden. Die psychischen und physischen Risiken für die Frauen eines solchen Eingriffes sind allerdings kaum bekannt.

Abgesehen von diesen Arbeitsschwerpunkten verfügt ILI über eine Hotline, über die hilfsbedürftige Frauen, auch Opfer sexueller Gewalt, jederzeit Hilfe und Vermittlung zu Frauenhäusern finden können. Schließlich gibt ILI seit 20 Jahren die "einzige feministische Zeitung" für ganz Israel heraus.

www.isha.org.il
www.coalitionofwomen.org
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Trust of Programs
for Early Childhood,
Family and Community Education

"Mütter lehren Mütter" - eines der Programme von Trust.Der "Trust of Programs for Early Childhood, Family and Community Education" wurde 1984 in Jerusalem gegründet. Ausgangspunkt waren fehlende Bildungs- und Erziehungsprogramme für Kinder in palästinensischen Gemeinden, deren Familien häufig in ungesicherten ökonomischen Verhältnissen lebten und noch leben. Begonnen wurde mit dem Training halbprofessioneller Erziehungshelferinnen, mit dem Aufbau von Community-Zentren, sowie mit Kursen zur Ausbildung von "Community Leaders". Die verschiedenen Programme des Trust hatten immer zum Ziel, aus der Aktivierung von Kindern, Jugendlichen und Müttern einen Gemeinwesenansatz zu entwickeln. Heute liegen die Schwerpunkte der Arbeit in Ramle bei Tel Aviv, im nördlichen Negev und in Galiläa. Ein Projekt zur Integration von Minderheiten wird auch in Deutschland durchgeführt.

In einem Gespräch mit dem langjährigen Leiter des Programms, Farid Abu Gosh, schälte sich ein Projekt heraus, das aus Mitteln des Arbeitskreises gefördert werden kann: In dem Krankenhaus Asaf HaRofe zwischen Ramle und Tel Aviv ist eine Informationsbroschüre auf Hebräisch für werdende Mütter und für Mütter von Neugeborenen erarbeitet worden. Diese Broschüre muss dringend auch für arabische Mütter zugänglich gemacht werden. Hierzu ist eine Übertragung ins Arabische nötig, die mehr ist als eine Übersetzung. Berücksichtigt werden müssen die gesellschaftlichen Verschiedenheiten, die kulturellen Traditionen und auch das Rollenverständnis der Mütter.

www.trust-programs.org
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Community-Center, Akko

Achmed erläutert die Arbeit im Community Center."Wir könnten mit einer Mädchen-Fußballmannschaft die arabischen Mädchen in Akko aus der Spirale der Gewalt herausholen" - so begründet Achmed Swaed , Mitarbeiter des Akko Community Center das neueste Projekt seiner Einrichtung, die sich eine nachhaltige Sozialarbeit und die Verständigung zwischen den jüdischen und arabischen Einwohnern der israelischen Hafenstadt zum Ziel gesetzt hat. Auch im von zunehmender Jugendkriminalität betroffenen Akko kann so der Fußball als Medium sozialer Anerkennung und gegenseitiger Respektierung dienen. Mit einer bereits existierenden Jungen-Fußball-Mannschaft hat der Sozialarbeiter entsprechende Erfahrungen gesammelt.

 

Informationen über die bereits existierende Jungen-Fußballmannschaft.Daneben fördert die in der Altstadt gelegene Einrichtung besonders Kinder durch ihren Kindergarten und das Angebot von Computerkursen sowie junge Frauen durch Lese- und Rechtschreibkurse und schulische Weiterqualifikation. In einem von der Stadt zur Verfügung gestellten Gebäude soll nun ein Frauenzentrum entstehen, da junge Frauen noch immer zu wenig gefördert und von ihren Männern bei der Erziehung der Kinder nicht ausreichend unterstützt werden. "Dazu brauchen wir allerdings noch viel Geld!" erklärt Swa'ed bei der Besichtigung des alten, aber eben auch renovierungsbedürftigen Gebäudes, das mitten in der Altstadt liegt.

Als aktuelles Beispiel jüdisch-arabischer Verständigungsprojekte nennt er eine Friedens-Fahrt per Fahrrad, die arabische und jüdische Einwohner Akkos nach Rosch-ha-Niqra an der libanesischen Grenze unternahmen. Dabei trugen sie libanesische und syrische Fahnen bei sich, um die Notwendigkeit eines Friedens mit diesen Nachbarstaaten Israels auszudrücken.

www.matnasim.org.il
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Neve Shalom/Wahat al-Salam
Arabisch-jüdisches Friedensdorf
bei Latrun

Das Gebäude des "Pluralistischen Spirituellen Zentrums" im Friedensdorf.Das Dorf Neve Shalom/Wahat al-Salam wurde 1970 durch den vom Judentum zum katholischen Glauben konvertierten Dominikanerpater Bruno Hussar gegründet, um den Friedensprozess in Palästina durch die persönliche Begegnung von Arabern und Juden zu fördern. In Neve Shalom wohnen arabische und jüdische Familien zusammen und setzen sich miteinander für Gleichberechtigung und Verständigung zwischen beiden Völkern ein. Das "Haus der Stille" steht allen Bewohnern offen und ist der spirituelle Mittelpunkt der Dorfgemeinschaft.

1979 wurde eine zweisprachige Grundschule mit Kindergarten und Mittelstufe gegründet, die Kindern aus dem Dorf und umliegenden Regionen beide Kulturen und deren Wertschätzung vermittelt. Die "Friedensschule", eine überregionale Bildungsstätte, führt arabische und jüdische Jugendliche und Erwachsene aus Israel in Seminaren und Kursen zu Begegnung und Verständigung zusammen.

Barbara erläutert das Konzept des Studienzentrums.Zusätzlich bietet das neue "Pluralistische Spirituelle Zentrum" interreligiöse Seminare und Programme für Interessierte aus dem ganzen Land an. Ziel des Studienzentrums ist die qualifizierte Begegnung und ein offener Dialog zwischen Vertreterinnen und Vertretern der verschiedenen Religionen, nicht nur deren offiziellen Repräsentanten. Barbara Meyer, die im Organisationsteam das Christentum vertritt, plant und begleitet die Programme, die unter anderem auch aus Mitteln der EKHN gefördert werden.

 

www.nswas.com
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Interfaith Association, Jerusalem

Siedlerrabbiner Frumann (rechts) im Gespräch mit Shufi Sheikh Salach.Die Israel Interfaith Association (IIA) ist in den 50er Jahren in Jerusalem gegründet worden. Den Namen "Interfaith" führte die Organisation von Gründerzeit an. Damit soll zum Ausdruck gebracht werden, dass der Gesellschaft die Belange aller in Israel vertretenen Religionsgemeinschaften am Herzen liegen.

In einem Land, in dem die Religion eine wichtige Rolle spielt und häufig eher ein Störfaktor als eine Brücke des Ausgleichs ist, war und ist es wichtig, auf den versöhnenden Charakter in den drei großen monotheistischen Religionen des Landes, Judentum, Christentum und Islam, hinzuweisen und für den Frieden in Israel und der Region einzutreten. Wenn auch die inländische Arbeit den wichtigsten Teil der Arbeit ausmacht, so wurden auch Kontakte zu Ägypten, Jordanien und den Palästinensischen Autonomiegebieten geknüpft.

Die Haupttätigkeit der IIA sind Veranstaltungen von Vorträgen, aber auch Exkursionen, Wochenend-Seminare und Workshops. All dies dient dazu, ein besseres Verständnis für den "Anderen" zu vermitteln und den Boden für ein friedliches Nebeneinander der Religionsgemeinschaften und der Bürger der Region vorzubereiten.

www.israel-interfaith.co.il
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Hospiz im Hospital St.Louis,
Jerusalem

Das St. Louis Hospital oberhalb des Damaskustores."Das Zusammenleben von Christen, Juden und Muslimen - das ist für uns ganz selbstverständlich", sagt die Schwester und Verwaltungschefin Monika Düllmann, während sie ein Krankenzimmer im altehrwürdigen französischen Hospital Saint Louis in Jerusalem zeigt. Hier liegen drei Menschen aus jeweils einer der drei genannten Religionen in einem Raum, so dass auf einem Nachttisch eine Fatima-Madonna steht, ein Patient einen Koran neben dem Bett liegen hat und der dritte Patient eine Kippa, die Kopfbedeckung jüdischer Gläubiger, auf dem Kopf trägt. "Wir sind ein Krankenhaus auf der Grenze", erläutert Schwester Monika die Besonderheiten des Hauses, das auf der Grenze zwischen West- und Ost-Jerusalem liegt und so Juden, Christen, Muslime, Europäer, Israelis und Palästinenser unter einem Dach vereint. Auf der Grenze leben auch die fünfzig Patienten, die im Hospiz als Menschen mit chronischen-, Krebs- oder Aidserkrankungen im Endstadium betreut werden. Sie werden während ihrer letzten Lebensphase einfühlsam und behutsam gepflegt und erfahren damit eine medizinische und menschliche Betreuung in Achtung ihrer Menschenwürde.

Neben dem Kaffeegeschirr finden sich auch Utensilien für die bevorstehende Sabbatfeier.Dass das Krankenhaus in die Jahre gekommen ist, zeigt sich beim nur noch selten genutzten Aufzug. Der muss dringend renoviert werden, weil er schon mehrfach stecken blieb. Mit Tatendrang und unverwüstlicher Glaubenszuversicht wird Schwester Monika mit ihrem Team auch diese Aufgabe meistern. Ohne den Idealismus von fünfundzwanzig Volontären aus Europa und Übersee, sieben Allgemein-Ärzten, einem Chefarzt und fünfundzwanzig angestellten Pflegekräften könnte das Haus nicht die friedliche Oase auf der Grenze von politischen und religiösen Konflikten sein, die es offensichtlich ist.

 


Siedlung Nes Ammim
bei Nahariya

Eingang zum Gästehaus von Nes Ammim.1961 von holländischen Christen gegründet, liegt die christliche Gemeinschaftssiedlung südöstlich der Stadt Nahariya im Norden Israels. Nach den Schrecken des Nationalsozialismus leistet Nes Ammim aktive Versöhnungsarbeit zwischen Christen und Juden, um damit Zeichen der Solidarität zu setzen und neue Beziehungen zu ermöglichen.

Die Siedlung umfasst ein Gäste- und Tagungshaus, in dem Studienprogramme über Judentum und jüdisch-christliche Beziehungen, den Holocaust und den Nahostkonflikt angeboten werden. Internationale Freiwillige verschiedenen Alters können an diesem Studienprogrammen teilnehmen und tragen während ihres meist einjährigen Aufenthalts durch ihre Mitarbeit zum Erhalt der Siedlung bei. Die Studienprogramme werden von der EKHN gefördert.

Tati erläutert die Arbeit der Studienprogramme.Das Gästehaus wird aber auch in hohem Maße als Tagungshaus von Israelis belegt, bei umstrittenen Themen auch als "neutraler" Ort, an dem man sich begegnen und austauschen kann. Ebenso wird Nes Ammim inzwischen auch von vielen Touristen als Übernachtungsmöglichkeit genutzt. Die daraus resultierenden Einnahmen tragen zum Erhalt der Siedlung bei, nachdem in den vergangenen Jahren bereits der Landwirtschaftsbetrieb und eine Schreinerei aus finanziellen Gründen aufgegeben werden mussten.

 

www.nesammim.de
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Studium in Israel e.V.
Ein Studienjahr an der Hebräischen Universität Jerusalem

Martin Vahrenhorst (links), der Leiter von Studium in Israel.Dr. Martin Vahrenhorst ist seit Februar 2007 Studienleiter von "Studium in Israel" (SiI) in Jerusalem. Diese Studienleiterstelle ist eine EKD-Auslandspfarrstelle, die zu 75% "Studium in Israel" zugeordnet ist und zu 25% dem Deutschen Archäologischen Institut in Jerusalem. Die restlichen 25% für SiI werden durch Pfarrerin Ulrike Wohlrab abgedeckt, die die Pfarrstelle der Pilgerseelsorge im "Evangelischen Pilger- und Begegnungszentrum der Kaiserin-Auguste-Viktoria-Stiftung auf dem Ölberg betreut. Ein "Teamforming"-Prozess mit den anderen EKD-Pfarrämtern ist erforderlich und wird, laut Martin Vahrenhorst, sehr erfolgreich durchgeführt.

 

 

Untergebracht ist "Studium in Israel" im Gebäude des "Schwedisch-Theologischen-Instituts" in der Prophetenstraße.Der aktuelle Studienjahrgang von "Studium in Israel" umfasst neun Teilnehmende (darunter auch eine Ordensfrau aus Tschechien). 20 Bewerbungen lagen vor, die aber nicht alle berücksichtigt werden konnten, da nicht bei allen die nötigen Sprachvoraussetzungen gegeben waren. Das Swedish Theological Institute ist abgesehen von Raumknappheit ein sehr guter Treffpunkt und zentrale Anlaufstation für die Studierenden, auch wenn die Bibliothek von "Studium in Israel" noch nicht vollständig dahin umgezogen ist.

Vom bisherigen Verlauf des Studienjahres sind die Studierenden sehr angetan, auch vom Begleitprogramm, das als neues Element auch eine Kooperation mit dem (reformiert-jüdischen) Hebrew Union College in Jerusalem aufweist.

Auch das 14-tägige Fortbildungsprogramm "Studium in Israel-Zwei" für PfarrerInnen und LehrerInnen in Jerusalem kann Erfolge aufweisen: An dem Kurs "Rabbinat und Pfarramt" nahmen 15 Personen teil, bei "Jüdischem Lernen" (LehrerInnenausbildung, Schulsystem) acht Personen.

Als Fortbildungskurse sind weiterhin geplant:
"Jesu Tod und Auferstehung predigen" (vor der Karwoche und Ostern)
"Studium in Israel light" (vornehmlich Talmudstudien)
"Sünde, Sühne und Vergebung" (um Jom Kippur)

www.studium-in-israel.de
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Internationaler Rat der Christen und Juden / Martin-Buber-Haus,
Heppenheim

Ausstellung über Martin Buber im Buber-Haus.Die regionale Bildungsarbeit des Martin-Buber-Hauses in Südhessen führt regelmäßige Veranstaltungen im Bereich der interreligiösen Versöhnung und Verständigung durch. Dabei liegt der Schwerpunkt auf dem christlich-jüdischen Dialog sowie auf dem "abrahamischen" Gespräch zwischen Juden, Christen und Muslimen. So wurden beispielsweise mehrere Veranstaltungen zum Thema "Stellung der Frau im Judentum und im Islam" durchgeführt, die zugleich auch Begegnungen mit Jüdinnen und islamischen Frauen ermöglichten.

Das Martin-Buber-Haus arbeitet mit benachbarten Gedenkinitiativen zusammen und hat mit ihnen einen Arbeitskreis "Jüdische Gedenkstätten an der Bergstraße" gegründet. Dieser Arbeitskreis verantwortet gemeinsame Veranstaltungen zur Begegnung mit jüdischen Traditionen.

 

Der Katalog zur Buber-Ausstellung.Im Martin-Buber-Haus ist eine Ausstellung über Leben und Wirken Martin Bubers zu sehen, die von Hans-Georg Vorndran entwickelt und vom Arbeitskreis Kirche und Israel finanziell gefördert wurde. Zu dieser Ausstellung ist ein Katalog als Sonderausgabe des Materialdienstes des Arbeitskreises Kirche und Israel erhältlich.

 

 

 

www.martin-buber-haus.de
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Christlich-jüdische Aktivitäten in der EKHN über den Arbeitskreis Kirche und Israel

Der Stand der KLAK auf dem Kirchentag in Köln.Der Evangelische Arbeitskreis Kirche und Israel in Hessen und Nassau sieht seine Aufgabe darin, theologische Ergebnisse im christlich-jüdischen Dialog zu erzielen und wirksam werden zu lassen in der praktischen Verkündigung, in der Gemeindearbeit und im Unterricht.

Aktivitäten:

  • Vortragsveranstaltungen und Durchführung von Seminaren in Gemeinden, Dekanaten und Synoden innerhalb der EKHN
  • Erarbeitung von Arbeitshilfen für Gottesdienste
  • Bereitstellung von Informationsmaterial für die Kollekten für "Sozial- und Friedensarbeit in Israel" und für "Christlich-jüdische Verständigung"
  • Bereitstellung von Arbeitshilfen für eine sachgemäße Darstellung des Judentums im Unterricht und in der Erwachsenenbildung
  • Herausgabe des Materialdienstes
  • Durchführung von Fortbildungsveranstaltungen
  • Angebot von Fortbildungsfahrten nach Israel und in Regionen und Länder mit besonderen jüdischen Traditionen mit Seminaren und Begegnungen vor Ort
  • Mitwirkung an Kirchentagen, insbesondere auf dem Markt der Möglichkeiten
  • Mitgliedschaft und Mitarbeit in der "Konferenz Landeskirchlicher Arbeitskreis Christen und Juden im Bereich der EKD" (KLAK)

www.klak.org
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Fotos: H.-G. Vorndran SchalomNet

Evangelischer Arbeitskreis Kirche und Israel in Hessen und Nassau
Robert-Schneider-Str. 13a, 64289 Darmstadt
Tel 06151-423900 Fax 06151-424111 email